Dienstag, 30. September 2014

Monsters in the house, yeah ;-)!

Ich war letztes Wochenende meine Freundin Martina in Hannover besuchen. Der Große hatte vor 2 Wochen seine Einschulung und anläßlich selbiger hatte ich schon vor Wochen mit Martina seine Schultüte gebastelt. Welche? Klar......;-D!......natürlich die Monsterschultüte! Sie fand sie einfach zu cool! Und soll ich euch was sagen? Ist doch auch ebenfalls klar, dass diese Tatsache einfach nach dem passenden Monster für den Alltag verlangte. Zum Sorgen erzählen, zum Angst nachts vertreiben,  zum Schätze verstecken, als Knutschkissen, zum Monsterspielen............all sowas halt. Und auch wenn ich mir geschworen hatte nie wieder so ein Tierchen zu machen.....denn gefühlt habe ich schon 736453 Mönsterchen genäht (naja okay.....realistisch betrachtet waren es höchstens 5......aber mich gruseln einfach Wiederholungen!),...........schaut mal wenn ihr euch vielleicht nicht erinnert HIER und HIER und HIER........für Martina und vor allem für die Kids hab ichs doch noch mal getan ! Und für den kleinen Bruder vom großen Schulkind hab ich dann direkt auch noch ein Minimonster aus Herzkasperundheulkrampfvermeidungsgründen mitgemacht! Und soll ich euch noch was sagen? Als ich dann gesehen habe, wie sehr sich ihre beiden Kids über die Monsters gefreut haben, hat mich das soooooo gerührt, dass ich kurzfristig mal angedacht habe, eine Großproduktion aufzulegen.......denn wenn das Kinder so glücklich macht, sollte eigentlich jeder unter......hm......sagen wir 10!.........ein Monster haben, nicht wahr?




Zu eurer Enttäuschung.......ich musste schon aus praktischen Gründen wieder von der Idee Abstand nehmen, denn so viele coole, olle Jeans hab ich ja gar nicht und wenn man bedenkt, dass pro großem Monsti mindestens eine Erwachsenenjeans gebraucht wird........ja.......hm.....ich könnte dann leider nur noch nackt durch die Gegend laufen.......und es wird doch Winter! Hilfe!







Ich finde ja das kleine Monsti für den kleineren Bruder.......mein Patenkind ......besonders schön schrullig ;-D. 
Und vor allem ja S.O.W.A.S V.O.N G.E.F.Ä.H:R.L.I.C.H ;-D.......ihr seht den einen voll gruselig gefährlichen Zahn ;-D?? Naja....ist ja noch ein Baby......;-D! Das wächst noch!





Am Allerbesten finden ich und alle Kinder.....hahaha........wie sich das anhört, stimmt aber so perfekt ;-)!......immer die Geheimtaschen zum Verstecken von allerlei kleinem Klimperkram, mittelgroßen Schätzen oder superwichtigen Geheimbotschaften.









Hach...........das war soooooooo süß, wie die zwei sich gefreut haben ♥♡♥♡♥♡♥♡♥♡♥♡♥♡♥ !!!!

Hab euch so lieb euch zwei........also die beiden Monster mit den blonden Flauschehaaren ;-D, hört ihr ?!





Zutaten für die Monster:

alte Jeanshose  euer Kleiderschrank!
Füllmaterial HIER
Filz für die Augen HIER
Karostoff für die Nase HIER
Sternchenstoff für die Arme HIER
Zottelstoff HIER oder  HIER

Montag, 22. September 2014

Ein Wüstentrip ins Hajar Gebirge

Also ich weiß nicht wie´s euch so geht, aber ganzganz oben auf meiner Bucketliste steht schon seit Jaaahren, dass ich mal in die Wüste will. Dahin wo nix mehr ist, nur Stein, Sand, Stille und Hitze. Die absolute Einöde und Lebensfeindlichkeit mal hautnah spüren, schon fast ein Piepsen in den Ohren haben vor lauter Stille, kaputtgehen bei unendlich heiß brennender Sonne. Für mich eine unglaublich spannende Erfahrung.

Jetzt könnte man meinen.......wie jetzt? Die hat immer noch nicht genug? Sie war doch schon mal in der Wüste? Naja, zumindest in einem Wüstenresort war ich schon mal......HIER.

Aber nein. Wer diesen Blog schon länger liest weiß........ ! .......so isse halt, das reicht ihr nicht.

Ich wollte noch weiter in die Wüste. Tiefer. Weniger Menschen. Mehr Einöde. Mehr Nichts. Sehr zum Entsetzen der Tante von der Autovermietung, die nur mit weit aufgerisssenen Augen kreischend die Hände über dem Kopf zusammenschlug (Araber.....dramatisch halt!) und völlig erschüttert fiepste, dass wir das doch unmöglich ohne Guide machen könnten. Klar, die hätte uns gerne ne Tour angedreht, aber das ist ja langweilig. Ich erkunde lieber selber ;-)!




Hier vielleicht erst einmal kurz ein paar Weisheiten zum Thema Auto mieten in RAK oder Dubai:
Grds. ist das wirklich easy und genauso einfach wie in Deutschland, die einzige Hürde stellt in gewisser Weise euer Führerschein dar. Also wie meine ich das jetzt? Hm ;-).........also.......in den Emiraten braucht man grds. einen internationalen Führerschein zur Autoanmiete. Das ist alles kein Problem, man muss ihn sich in Deutschland nur rechtzeitig genug ausstellen lassen. Zwingende Vorraussetzung zur Ausstellung in Deutschland ist dabei die Vorlage des NEUEN KARTENFÜHRERSCHEINS (da ist irgendsoeine Nummer drauf, die man wiederum für den Internationalen F braucht). Die Ausfertigung einer Kartenführerscheins dauert in der Regel 4 Wochen, die anschließende Ausstellung des Internationalen noch einmal. Will sagen......ich hatte das zu spät geschnallt und die Zeit verdaddelt. ABER! Wir hatten ja Herrn Ü´s Internationalen F. Also locker ;-D!

Als dann am Tage X der Mann vor der Autovermietung zur Wagenübergabe vor uns stand, fragte dieser - Herr Ü hatte schon den Schlüssel in der Hand und ein Bein im Auto - nach dem "expiring date".......dem Ablaufdatum des Führerscheins. Da schauten Herr Ü und meine Wenigkeit uns aber ordentlich konsterniert ein paar Sekunden tief in die Augen. Ein Führerschein hat doch kein Ablaufdatum?!?! Hm. Doch. Hat er. Zumindest der Internationale. Inzwischen ist der nur noch 3 Jahre gültig. Muss man wissen und hiermit sage ich das noch mal ganz laut für alle!
Ein kleiner Blick in den Lappen von Herrn Ü - ja es war noch ein alter, grauer Großer ;-DDD.....aber hey so alt ist Herr Ü noch gar nicht ;-DDD - löste dann irgendwas zwischen mittelschwerem Lachkrampf und Hysterie aus. Ablaufdatum war, haltet euch fest, 1997! Auch der Mann von der Auotvermietung bekam da panische Schnappatmung, denn selbst mit viel gutem Willen und unter Zudrücken sämtlicher, verfügbarer Augen, leuchtete allen Beteiligten innerhalb von Sekunden ein, dass das irgendwie ein problematisches Problem ist. Auch in Arabien.

Zum Glück hatte Frollein Ü in einem Anfall von "ach ist doch auch egal" ihren ebenfalls steinalten aber immerhin nicht abgelaufenen rosa Führerschein eingepackt, der dann urplötzlich letzte Rettung war. Von meine Seite aus herzlich willkommene Folge war, dass einzig  ! ICH !  den Geländewagen  den ganzen Urlaub fahren durfte ;-D!  Besonders genial auch bei unserem offroad Wüstentrip! Yeah!




Der aufmerksame und intelligente Leser hats dann spätestens dann an dieser Stelle perfekt rückgeschlossen:

Sie habens überlebt und sind nicht verdurstet und vertrocknet! So gefährlich kanns nicht gewesen sein. Sonst gäbs den Artikel hier ja nicht ;-)! Richtig!

Und dabei hatte ich bei Wagenübergabe noch nicht mal das Ersatzrad gecheckt (also nicht nur ob aufgepumpt und ohne Loch, sondern auch ob überhaupt da!). Das fiel mir aber leider erst nach 5 Stunden Fahrt in steinigster Wüste auf, als uns ein etwas größerer Stein in die Quere kam und der Wagen verdächtig rummste.

Auch die email meines wüstenerfahrenen Bruders, der mir noch auf den letzten Drücker den warmen Satz :"Immer nur mit zwei Autos in die Wüste!" mitgab, hallt mir noch heute in den Ohren. Ja.

Zu meiner minikleinen Rechtfertigung sei gesagt, dass wir wenigstens voll getankt und 25 Liter Wasser an Bord hatten.




Einstieg für unsere Wüstenexkursion war die Suche nach dem Dhayah Fort. Die Koordinaten dazu hatten wir von HIER.  Nachdem wir nach viel zu langer Suche davon nur mäßig begeistert waren bot sich von diesem Ausgangspunkt aber ein großartiger Einstieg in Hajargebirge. Wer jetzt wissen möchte, wo wir dann genau rumgefahren sind.........ich weiß es nicht ;-D. Einfach drauflos dezent darauf achtend, dass man auch noch mal zurückfindet (aber stopstop nicht aufregen...wir hatten ja auch noch ein Navi). Eine Wahnsinnskulisse, die wir da zu sehen bekamen. Auch die Kinder waren schwer beeindruckt und wollten dort direkt wie ein echter Beduine in einem Zelt übernachten.






Den jungen Mann den ihr hier am Steuer unseres Automatikwagens seht, kenn ich nicht ;-D. Er fuhr solange bis der winzigwinzige Stein kam. Nennt uns verrückt, wahrscheinlich habt ihr recht, aber Tatsache ist, dass das Auto kompletto heile blieb!






Die besagte Lebensfeindlichkeit ist hier echt ein Thema, was einem beim Anblick solcher Einzelteile noch mal richtig klar wird. Alles ein harter Überlebenskampf! Die Kamele und Ziegen die wir auf unserer Fahrt trafen sahen allesamt absolut unglücklich aus. Nicht wie bei unsereins die Kühe im satten Grün verträumt mampfend auf der Weide stehen. Aber klar, wenn ihr euch da mal so umschaut, wovon sollen die da auch dick und speckig werden, auch der Kamel und Ziegenhirte muss sehen wo er bleibt.......da teilt man sich als Kamelfamilie schon öfters mal notgedrungen einen Grashalm.......alle 2 Wochen.







Im Grunde waren wir an diesem Tage nicht zu stoppen. Stundenlang sind wir im Gebirge rumgekurvt,  die Kinder schrien immer nur "Noch weiter! Weiter!". Wir stiegen in der Gluthitze aus, schwitzen wie wir noch nie im Leben geschwitzt hatten, krabbelten auf den Bergen herum, wanderten durch Schluchten, kraulten Kamele und Ziegen und gruselten uns vor herumliegenden tierischen Einzelteilen (und glaubt mir, dieses Gebissfragment oben ist echt schick anzuschauen gegen das, was da noch so rumlag! Absolut nicht blogtauglich war das!) , bis wir dann doch aus Vernunftsgründen (jaaaaaaa!!!) an diesem Schild nach 8 Stunden halt machten. Ganz klar war an diesem Abend, dass wir das auf JEDEN FALL noch einmal machen werden. Mit Ersatzreifen und vielleicht zweitem Auto (Hey! Wer kommt mit ;-D?). Es war soooo beeindruckend. Davon wollen wir alle noch vielviel mehr!




Donnerstag, 18. September 2014

Fire-roasted Grillpizza und warum Herr Ü seinen heiß geliebten Grill jetzt im Schlaf bedienen kann!

Meine Güte! Foodbloggen ist ja schon eine schwer spaßige Angelegenheit und vor allem meistens extrem köstlich, es kann aber auch sooo K.O.M.P.L.I.Z.I.E.R.T sein!

Im schlimmsten Fall aller Fälle ist es so, dass der liebe Blogger die komplette Familie mit in den Strudel des Wahnsinns des immer schöneren Bloggens zieht. In eine Welt, die sich nur um immer NOCH hübschere Fotos und NOCH ein cooleres Salatblättchen, dekoriert auf dem hübschesten aller Teller oder dreckigsten aber coolsten aller Foodpicbretter, dreht. Haarsträubende einem den letzten Verstand raubende technische Probleme selbstverständlich auch noch inclusive.

Persönliche Vorlieben treten da hinter dem großen Ziel zurück. Pizza morgens um 10? Pah! Ein Klacks......wenigstens kein Regen! Die Kohle hat irgendwie nicht so gewollt wie der maitre? Ha! Dann schmeißen wir nach und grillen ganze 4 Stunden am Stück (wer zwischendrin verhungert ist......tja.....Mist!). Als Folge davon: Die Bilder sind aufgrund überraschend einbrechender Dunkelheit leider nix......ja..........dann eben morgen noch mal das Ganze! Und übermorgen und überübermorgen.......irgendwas ist ja immer.

Ein hartes Los für die ganze Familie. Auch wenn sie so mehrfach in den Genuss der wahrlich köstlichsten Pizza auf diesem Planeten kommt!

Was haben wir die letzten Tage viel Pizza gegessen, Grillpizza! Beste Pizza ever! Meine Sommerentdeckung 2014......von morgens bis abends........T.A.G.E.L.A.N.G. ! Hm. Und ich schwörs euch........das ist mir noch nie passiert, mir altem, Wiederholungen abgeneigtem Spontanblogger. Ehrlich.

So. Nu isses geschafft. Mannomann ist die Familie jetzt froh, dass der Post endlich draußen ist ;-D! Zurück ins Leben 1.0!




Also zuerst wird mal der klassische Pizzateig vorbereitet. Dazu

1/2 Päckchen Hefe in
320 ml lauwarmem Wasser

auflösen.

In eine großen Schüssel (! der Teig soll sich darin verdoppeln !)

500 gr Mehl
15 gr Salz
50 gr Olivenöl

geben und die Hefewassermischung angießen. Aus diesen Zutaten einen gleichmäßigen Teig kneten und selbigen zugedeckt 3 Stunden gehen lassen, bis er sich verdoppelt hat.

Den gegangenen Teig dann in die gewünschte Portionsgröße teilen und Pizzaböden daraus ausrollen.......ruhig krumm und schief, keine Problem. Die Pizzaböden beim Ausrollen mit Maisgries bestreuen, dann werden sie später noch knuspriger auf dem Grill.




Nun zur Pizzagrilltechnik:

Grillpizza funktioniert NUR! auf einem Grill mit Deckel. Am besten hat dieser Grill auch noch ein Thermometer, dass die Innenthemperatur misst.

Den Grill wird dann auf nur einer Seite schmal mit einer nicht zu kleinen Menge optimal durchgeglühter Kohle belegt. Brikets sind hier besser, da sie länger hohe Hitze halten.

Die Pizzaböden werden danach direkt auf den Grillrost  gelegt........allerdings NIEMALS direkt über die Ecke mit der Kohle. Der Teig verbrennt sonnst sehr schnell. Diese ganze Geschichte nennt man dann auch "indirektes Grillen". Damit die Pizza nicht am Rost festklebt, den Rost u.U. mit etwas Öl einpinseln.

Zunächst wird der Teig dann bei offener Haube NUR VON EINER SEITE gegrillt. Den Teig vom Rost nehmen, wenn er die gewünschte Bräunung zeigt, wenden und mit der noch rohen Seite auf einen Pizzaschieber legen.




Die gebräunte Seite könnt ihr dann nach Lust und Laune belegen. Und ruhig mal ein paar ungewöhnlichere Kombinationen ausprobieren!

Möglichkeit 1:

verschiedenfarbige Kirschtomaten, rote Zwiebelringe oder/und Zwiebelmarmelade, Pecannusskerne, Gorgonzola mit Mascapone (nach dem Grillen noch Ruccola darüber geben!)

Möglichkeit 2:

Asiatisches Paprikahack (ohne Möhren) nach meinem Rezept von HIER, Mozzarella

Möglichkeit 3:

Feigen in Scheiben, Frühstücksbacon in der Pfanne vorher angeröstet, Walnüsse, rote Zwiebeln, etwas Feigenmarmelade, Mozzarella




Die belegten Böden dann mit der rohen Seite wieder auf den Grill legen......NIEMALS DIREKT AUF DIE KOHLEN (Ausnahme nur ganz kurzfristig, wenn so gar nix passieren will! Aber dann seehr aufpassen! Der Teig ist ruckzuck angebrannt!)! Dann sofort den Deckel schließen.





Nun heißt es warten, beobachten und NICHT unter den Deckel spinxen. Das Thermometer eures Grills sollte deutlich über 200 Grad ansteigen. Für etwa 10 Minuten solltet ihr dann diese Hitze in der Glocke halten und erst dann einmal vorsichtig schauen, ob eure Pizza schon fertig ist. Häufiges Öffnen des Grills führt dazu, dass ihr einfach keine optimale Kochthemperatur erhaltet und die Pizza weder braun noch gar wird.





Hier dann das Ergebnis. Wirklich zum Reinlegen. Aber mit Übung ;-D!







Grill Weber HIER



Einkaufsliste:

Pizzateig:

500 gr 550iger Mehl
1/2 Päckchen Hefe (= 20 gr)
15 gr Salz
50 ml Olivenöl
320 ml Wasser
100 gr Polenta / Maisgries


Auflage 1

verschiedenfarbige Kirschtomaten
rote Zwiebeln
Zwiebelmarmelade (optional)
Pecanusskerne
Gorgonzola mit Mascapone
Ruccola

Auflage 2

300 gr Hack halb/halb
2-3 Spitzpaprika rot
2 Stangen Frühlingszwiebeln
1 Knoblauchzehe
Sojasauce + Woksauce von Kikkomann oder/und Teriyakimarinade
100 ml Rinderbrühe


Auflage 3

Feigen
Feigenmarmelade
Frühstücksbacon
Walnüsse
rote Zwiebeln
Mozzarella

Dienstag, 16. September 2014

Sweet little Geldgeschenk: Buy the Piano, babe!

Heute sind wir mal wieder kurz beim Thema UNLIEBSAME, weil gähnend langweilige GELDGESCHENKE. Wir wissen alle, man kommt einfach nicht um die Dinger drumherum und an irgendeinem Punkt im Leben war man ja auch schon mal gelegentlich selber froh, dass einem auf die Art das 17845igste Paar handgeklöppelte Stricksocken und/oder Ohrwärmer, Pudelmütze & Co von TanteomaSchwiegermutteroderwasweissichwasfüreinhäkelwesen erspart geblieben sind.

Na und deshalb hab ich heute mal einen neuen Vorschlag für euch! Wie wärs denn, wenn ihr einfach mal in eine Art Kissen fürs liebe Geld näht und dann mit einem Edding oder Wäschestift eure Botschaft auf das Kissen kritzelt??? Hä? Ihr versteht mich nicht? Ja dann seht her!




Die beschenkte Dame wünschte sich unbedingt ein Klavier. Für sich, die Kinder, die ganze Familie! Schön ;-)!

Deshalb musste natürlich ein Klavier vorne drauf. Mit warmen Worten hab ich mich zurückgehalten, es war einfach nicht mehr genug Platz. Die kamen dann mündlich......also die warmen Worte. Aber als Idee kann man das auch jetzt einfach mal mitnehmen: Ein schön geschriebener Text macht sich bestimmt wunderbar auf dem Stoffbriefchen! Typographie ist hier das Stichwort!




Es war wirklich fürchterlich schnell und einfach gemacht (aber natürlich nicht weniger liebevoll gemacht als die Stricksocken!). Zwei einfarbiges Stoffstücke in das gewünschte Format schneiden und mit dem Stoffmalstift bemalen. Das Bemalen sollte unbedingt VOR dem Zusammennähen geschehen, weil sich die Farbe sonst möglicherweise auf die andere Seite durchdrückt! Die beiden Stoffteile dann mit einer Zickzacknaht bis auf ein kurzes Stück zusammennähen. Geld und ein wenig Füllmaterial einfüllen und den offenen Spalt mit einer einfachen groben Naht verschließen.




Auf der Rückseite hätte ich jetzt eigentlich auch noch was draufmalen können.......tssss......irgendwie hab ich das verdaddelt.




Na und zur Klärung des Öffnungsmechanismusses gib´s dann noch diesen Hinweis. Fertig!




Zum Schluss muss ich aber doch noch mal kurz philosophisch werden: Was ist eigentlich das Blödeste an Geldgeschenken?
Also ich finde ja besonders doof, dass eine Geschenkübergabe des "wahren" Geschenks irgendwie entfällt und man meistens ja auch nicht zu sehen bekommt, mit was der Beschenkte sein Herz erfreut hat. Okay, da darf man nicht so egoistisch ran gehen, denn das höhere Ziel zählt ja, aber ein wenig traurig ist es schon. Dieses wilde Funkeln in den Augen und der begeisterte Blick, das Juchzen vor Freude! Juchhu!!! Schon wieder ein paar Topflappen, Stricksocken oder Staubsauger!!! Irgendwie vermisse ich das. Schon Loriot erkannte diese gefühlte Lücke und konnte unten gezeigten genialen Vorschlag ins Spiel bringen, mit dem es dem Beschenkten dann doch noch gelingen sollte, den Schenker ein Stück vom Glück zurückzugeben. Ich finde es ist eine ganz großartig Idee! Und in Zeiten der "Icebucketchallenge" geradezu N.O.R.M.A.L! Was ist schon ein bisschen Klavier rein und raustragen gegen eine Ladung Eisklümpchen überm Kopf? Deshalb........hey Frieke!.......Kinder fürs Sofa haste genug ;-).......hier deine ganz persönliche Klavierchallenge! Kooooomm, nur für mich! Umsonst ist nix im Leben ;-D! Ich warte ;-DDD.



Montag, 8. September 2014

Blogstöckchen von Frau Hibbel und was einen echten Überall so ausmacht ;-D!

Die wunderbare Frau Hibbel hat mir ein Blogstöckchen der besonderen Art zugeworfen ;-). Lest:

Was denken deine Kinder über eure Reisen?

Eigentlich bin ich ja kein besonders großer Blogstöckchenfanger oder auch -werfer, aber dieses hier find ich ganz super! Sehr cool, denn wer wollte nicht auch immer schon mal wissen wie die ganze möglicherweise gegen ihren Willen mitgeschleifte Bagage die Urlaubsverpflanzung eigentlich findet? Und ehrlich gesagt wollte ich so eine Umfrage intern schon längst einmal durch geführt haben, denn meine Mutter hat sich diesen Spaß schon vor Jahrzehnten gemacht und die gesammelte Großfamilie (wer sich für einen dezenten Umriss meines unmittelbaren Familienumfeldes interessiert klickt dann mal HIER ;-D) lacht sich bis heute regelmäßig drüber kaputt.

Konkret geht es dabei um ein inzwischen ja wahrlich schon historische Dokument anläßlich eines Ägyptenurlaubs im Jahre des Herrn 1976 ;-D! Ich war ganze volle 6 Jahre alt ;-D! Ich bitte daher die direkt Wortwahl......wie etwa "Scheißmufti!" (Hey, da stand auf einmal nachts son Typ im Zimmer der Bakschisch wollte! Meine Tante hat ihn dann laut schreiend verjagt ;-)! Tssss.....der mag keine Deutschen mehr!)......zu entschuldigen und die finale Entscheidung ob mir die Reise gefallen hat nicht überzubewerten. Man muss ja auch noch Ziele im Leben haben und Kokosnüsse gehörten für mich wohl zu einer ultimativen Reise dazu. Tja. So einfach kanns vorbei sein mit dem Traumurlaub ;-D!

Desweiteren bitte ich rückschlussfrei zu entschuldigen, dass ich in meinem jugendlich unerfahrenen Wahn angab, das Schönste an der Reise sei das Mittagessen auf dem Rückflug gewesen. Das kann ja gar nicht sein. Verglichen mit Flugzeugkost ist ja sogar ein Aletegläschen ein 3-Sterne-Menu.
Außerdem bitte ich zu bedenken, dass ich quasi mit Pasta groß wurde und der Italiener in mir leicht verstört auf Samosa & Co und das orientalische Gewürzinferno reagierte. Und wer jetzt noch mal richtig lachen will.......ich kann mich sogar noch daran erinnern, was es damals im Flugzeug gab: Matschiges Hühnerfrikasse´mit Reis. Jawoll.

So, aber nun der Beweis! Es ist mir gelungen diesen Meilenstein der historischen Reisedokumentation für euch einzuscannen! Jaaaaa............und damals gab es noch SCHREIBMASCHIENEN (check.....die Dinger die so aussehen wie ein PC ohne Bildschirm)!!!




Wer jetzt glaubt das wars.......HA! Ich habe es selber nicht fassen können, aber meine Mutter zeigte mir bei meinen Nachforschungen für diesen Post ein GANZES BUCH mit Reisefrageantworttabellen, die sie für jede einzelnen Reise angelegt hat. Wahnsinn! Unglaublich!!!
Was denkt ihr, was ich die nächsten Abende so vor habe.........???......ja genau ;-)!.......L.E.S.E.N!!!




Aber nun zu den Jungs und ihren Antworten auf Frau Hibbels Fragen.......übrigens z.T. im Schweiße ihres Angesichts selbsthandgeschrieben ;-), nach meinem dezenten Hinweis, dass Frollein Minipimpinella ja einen meisterhaften Text vorgelegt hat, was allerdings mit einem "Mädchen schreiben doch immer mehr" abgebügelt wurde!

Kleine Vorweginfo: Ü1.0 = 15Jahre, Ü 2.0 = 12 Jahre, Ü 3.0 = 8 Jahre

Was nimmst du immer mit auf Reisen? Und warum?

Ü1.0:
Für mich ist es ganz wichtig, dass ich auf den stundenlangen Flügen und Autofahrten, immer Musik mit meinen Kopfhörern hören kann. Dabei kann ich auch 100 Mal das selbe Lied hören. Denn ich finde, dass ist immer ein super Zeitpunkt, um über alles nachzudenken.
Außerdem ist mir meine Kamera sehr sehr wichtig. Denn ohne diese könnte ich nicht die vielen schönen Momente des Urlaubs festhalten, um sie mir später noch einmal anzugucken.
Natürlich darf aber auch mein iPhone, meiner Meinung nach, nicht fehlen, denn ohne dieses wäre ich einfach aufgeschmissen... kein Kontakt zu Freunden...keine Fotos teilen.... Allerdings sollte man nicht vergessen, dass man im Urlaub ist, um sich zu entspannen und somit auch mal sein Handy abzuschalten. Offline gehen.

Ü2.0:
Ganz wichtig ist für mich im Urlaub und besonders auf langen Flüge mein ipad, auf dem ich Musik höre und mich in langweiligen Wartepausen beschäftigen kann. Seit neustem nehme ich auch immer mein Handy mit. Das habe ich erst ein halbes Jahr, aber ich fotografiere so gerne damit. Unser Lieblingsspiel Wizzard, ein Kartenspiel, haben wir auch immer dabei und spielen es wirklich bis zum Umfallen. Achja und mein von Mama selbstgenähtes Kissen. Da schlafe ich immer so gemütlich drauf, gerade im Flugzeug!

Ü3.0:
Ich nehme auf jeden Fall immer mein ipad, ein Buch, ein paar von meinen Kuscheltieren und meinen Fotoapperat mit.


Was ist für dich das Schönste am Urlaub?

Ü1.0:
Für mich von großer Bedeutung im Urlaub ist, dass es schön warm ist und dass man weit weit weg von Zuhause ist, denn sonst ist es, meiner Meinung nach, langweilig. Am besten, ist es ganz anders als  Zuhause ;)
Man kann dann nämlich sehen, wie die Leute an völlig anderen Orten leben und was für sie Alltag ist, was wir als z.B. merkwürdig sehen. Es ist total schön, alles zu entdecken und selbst mitzuerleben.
Ich liebe es außerdem, wenn wir in eine große Stadt mit Skyline fahren, in der schöne große Häuser stehen. Man hat dann immer ein total schöne Aussicht und kann diese genießen*_*

Ü2.0:
Das Schönste für mich am Urlaub ist, das es einfach mal anders als Zuhause ist, z.B. das es in manchen Ländern so gut wie nie regnet. Ich finde es aber auch irgendwie lustig  das z.B. das Meer heiß ist oder das man mitten in die Wüste einen Fahrradweg baut. Ich glaube aber, dass der eh nicht viel benutzt wird, weil keiner auf die Idee kommen würde eine Strecke von 10 bis 20 km in der prallen Sonne bei 40 Grad mit dem Fahrrad zurück zu legen. Außerdem finde ich es spannend wie die Menschen dort leben, sich  bekleiden und mit einem  reden und umgehen.

Ü3.0:
Hmmmm, das kommt darauf an wohin wir fahren/fliegen........äh auf jeden Fall NICHT das Fliegen. Das finde ich doof, weil mir da schnell schlecht wird. Toll finde ich, dass man dann mal woanders ist und nicht immer nur zuhause!


Wohin möchtest du gerne mal reisen?

Ü1.0:
Uhhhhhhh :) Also... mein absoluter Favorit ist... New York...*_*.... war es schon immer und wird es auch immer bleiben. Einen besonderen Grund warum ich dort hin möchte, gibt es allerdings eigentlich nicht. Ich bin lediglich von all den Fotos und Filmen, die dort gemacht wurden, total geflasht worden. Ich komme aus dem Staunen gar nicht mehr raus, wenn ich mir Fotos und Videos angucke.
Am meisten beeindruckt hat mich dort allerdings, das Coolste aller Viertel, .... Manhatten.... es ist, soweit ich es aus Bildern und Filmen kenne, extrem faszinierend, mit dem Times Square, den vielen hohen Häusern und den Massen von Menschen. Wenn man inmitten von Manhatten steht, hoffe ich, dass es sich so anfühlt, als wäre man ein Teil des Ganzen und realisiere zum ersten Mal, wie viel um einen herum eigentlich gleichzeitig passiert.

Ü2.0:
Ich würde gerne mal mit einem Camper in den USA herumfahren und dort dann campen, z.B. dass man sich dann in die Nähe des Strandes stellt und abends sich in den Sand setzt und zuguckt, wie die Sonne untergeht. Am nächsten Morgen setzt man sich dann einfach ins Auto und fährt dann z.B. nach New York und die ganzen Städte. Dort kann man dann auch die ganzen hohen Häuser sehen, von denen man sonst meistens nicht so viele sieht.

Ü3.0
Ich würde ja total gerne mal nach Brasilien, nicht wegen der WM, sondern schon vorher. Warum weiß ich nicht.


Gibt es etwas, das du vermisst, wenn du auf Reisen bist?

Ü1.0:
Eigentlich kommt das Gefühl, dass man etwas vermisst, immer erst nach ein, zwei Wochen Urlaub oder wenn man sich bereits gut erholt und entspannt ist.
Wenn ich anfange etwas im Urlaub zu vermissen, dann ist es meistens, das gute alte Zuhause und der Alltag in der Schule. Das mag zwar so klingen, als wäre ich der totale "Streber", der in den Ferien nichts Besseres zu tuen hat, als sich auf die Schule zu freuen. Aber die Leute, die dieses Gefühl selber schon einmal gefühlt haben, können mich sehr wahrscheinlich verstehen;)
Also...kurzgefasst...ich vermisse im Urlaub, wenn ich dann mal was vermisse, das Zuhause, den Alltag und die guten alten Freunde!!!
Aber ich versuche im Urlaub nicht alten Gewohnheiten nachzutrauern und nicht irgendetwas zu vermissen, sondern lebe meinen Urlaub so aus, als gäbe es keinen Nächsten. Denn sonst ärgert man sich zu Hause, dass man es nicht getan hat.

Ü2.0:
So richtig vermisse ich im Urlaub eigentlich nichts viel außer meinen Freunden und dem Alltag zuhause.

Ü3.0:
Ich vermisse dann fürchterlich meinen besten Freund Tim.

(Anmerkung der Redaktion: Ein Tag ohne Tim ist ein verlorener Tag! Tim ist unser Nachbarjunge.)


Welches Souvenir hast du dir schon aus dem Urlaub mitgebracht

Ü1.0:
Also, ich habe, so wie wahrscheinlich jeder schon einmal, natürlich Muscheln oder Sand als Souvenir aus dem Urlaub mitgenommen. Aber ich muss sagen, dass sind doch wirklich die schönsten und besten Souvenirs. Im Gegensatz zu Postkarten und Büchern, die irgendwann kaputt sind und zerfallen, muss man tatsächlich sagen, dass Muscheln ... wirklich sehr viel mehr Erinnerungen und Urlaubs-Gerüche mit sich bringen.
Also, wenn ich ein Souvenir aus dem Urlaub mitbringe, dann etwas Sand oder Meerwasser und & und...

(Anmerkung der Redaktion: Meerwasser????? Wir hatten meines Wissens doch noch nie MEERWASSER im Gepäck??? Bleibt noch zu klären!)

Ü2.0:
Ich nehme mir manchmal ein Poster mit oder schöne Muscheln und Steine. Manchmal mach ich auch selber Erinnerungsbilder die mich nach dem Urlaub an die besonders schönen Momenten erinnern.

Ü3.0:
Ich habe mir schon mal eine Öllampe für Dschinis aus Dubai mitgebracht. Wäre schön, wenn da vielleicht wirklich einer drin wäre. Hm. Ich sollte mal dran rubbeln. Äh und Muscheln.........und Sand.



Und wer jetzt mag, der schnappt sich die Fragen, interviewt einfach den eigenen Nachwuchs und macht genau wie hier ein Bloginterview daraus! Ich nominiere ausdrücklich keinen, weil ich nur ungerne den Leuten auf die Füße trete, die das vielleicht gar nicht möchten und ich ja selber auch eigentlich kein großer Fan von Blogstöckchen bin.
Es fühle sich also nominiert wer Spaß daran hat ;-)!

Donnerstag, 4. September 2014

Großmutters ........äh Schwesters Pastete mit Pistazie und Cranberry und einem Ruccola Feigen Salat

Mein kleiner Bruder liebt Pasteten T.O.T.A.L! Total!

Obwohl........hahahaha........er wird jetzt bei dieser Beschreibung schreien (naja also ein klitzekleinwenig).......;-DDDD......, denn eigentlich ist mein kleiner Bruder ja gar nicht "klein". Mal davon abgesehen, dass er bestimmt 20 cm größer ist er auch noch älter als ich. Ja! Aber er ist deshalb mein "kleiner" Bruder, weil wir beide noch einen "größeren", "älteren" Bruder haben. Erwähnte ich eigentlich schon, dass der .......also der ältere Bruder.......mindestens ein genauso großer Pastetenfan ist? Ja.

Ähm und dann hab ich ja auch noch eine kleine Schwester, die auch wie verrückt drauf ist. Die ist allerdings auch nicht wirklich "klein".......... blabla wie oben schon mal gesagt ;-)...... genau!...... sondern wird bei mir nur deshalb "klein" genannt, weil wir beide noch eine größere, ältere Schwester haben. SELBSTVERSTÄNDLICH ist die - also die ältere, gößere Schwester - AUCH Pastetenfan. Und nein, weder meine kleine noch meine große Schwester sind 20 cm größer als ich, wir haben vielmehr sogar die gleiche Schuhgröße.

Das heißt also, dass sowohl der älteste Sohn meines Vaters, als auch die zweitgeborene Tochter meiner Mutter, sowie die mittlere Schwester meines Bruders, der Bruder meines Bruders und ja ich auch noch irgendwie eine Leidenschaft teilen.

Könnt ihr mir noch folgen oder wirds schon langsam flackerig oder gar schwarz vor den Augen (hinsetzten und A--T--M--E--N!!!)?

Ums vielleicht mit weniger komplizierten Worten zu sagen ........ ach aber hach, kompliziert kann schon manchmal herrlich sein ;-D..........wir sind fünf Geschwister, ich das Nesthäkchen und alle lieben Pasteten. Die Eltern by the way auch.

Wir haben da so ein Familiending am laufen:

 P.A.S.T.E.T.E.N.!

Na und deshalb......tatatata.....um diese ellenlange Einführung endlich mal zum Punkt und um die Kurve zu bringen!.....gibt´s heute einen Pastetenpost!




Anläßlich des Geburtstages meines "kleinen" Bruders kam ich superlistiges Wesen nämlich auf die Idee, ihm einfach mal ne selbstgemachte Pastete zu schenken. Alles andere haben wir ja schon gefühlte 300 Mal durch. Na und wo ich dann schon mal dabei war, hab ich doch direkt auch noch eine für den eigenen Hausgebrauch mitgebacken. Und hmmmmm........mit dem tollen Ruccola-Feigensalat und etwas frischen Baguette........der Hammer!!! Ich habe beschlossen jetzt wieder häufiger Pasteten zu machen........um den Absatz brauch ich mir ja bei DER Familienkonstellation keine Sorgen zu machen ;-D!




Vorne weg, damit ihr jetzt nicht denkt, dass es jetzt kochtechnisch schrecklich anspruchsvoll wird: Pasteten dieser Art wie hier sind FÜRCHTERLICH EINFACH zu machen! Sie sind ungefähr so anspruchsvoll wie ein einfacher Rührkuchen. Einen großen zeitlichen Aufwand habt ihr ebenfalls nicht, die Pastete muss nur eine Stunde in den Ofen......aber in der Zeit könnt ihr ja schon wieder was anderes machen.

Wichtig sind beste Zutaten und das meine ich auch wirklich so. Geht bitte zu einem anständigen Metzger wegen des Hackfleischs und der Lebern (Hühnerleber gibts oft nur auf Vorbestellung!). Billiges, schlechtes Hack verliert einfach zuviel Fett und Wasser während des Backens, mal vom Geschmack ganz abgesehen.

Ja und das ist auch noch wichtig: Die Mengenangaben beziehen sich im folgenden auf eine 1l Form. Ihr braucht unbedingt eine Pastetenform MIT Deckel, die Pastete wird sonst im Ofen zu trocken.




Na dann mal los!

Zuerst kleidet ihr eure Form mit sehr dünn geschnittenen Rückenspeckstreifen, hier italienischer Lardo di colonata (ist milder als der deutsche Rückenspeck) aus und lasst einen Teil aus der Form heraushängen zum späteren Einschlagen des Fleischteiges.

Dann stellt ihr euren Fleischteig her. Ich sagte ja eben was von Rührteig, ja und genauso ist es auch. Das Weißbrot kurz in einem Glas mit dem Portwein und der Milch aufweichen lassen. Dann das Hack und die von Sehnen und Adern befreiten (!!! sehr wichtig, beim späteren Pürieren wickeln die sich nämlich sonst um das Püriermesser) Lebern zusammen mit dem Ei, Salz, Pfeffer und optional Espelette in einen hohen Topf geben. Das Weißbrotportweinmilchgemisch dazu geben und die Masse mit einem Pürierstab sehrsehr klein pürieren, bis der Teig wirklich aussieht wie ein Rührteig. Erst nach dem vollständigen Pürieren die Pistazien und Cranberries.....eventuell leicht gehackt.....dazu geben.

Den Fleischteig dann in die mit Lardo ausgekleidete Form geben, einschlagen, einen Rosmarinzweig auflegen, Deckel drauf und bei 150 Grad eine Stunde im Wasserbad in den Ofen geben. Die erste halbe Stunde wird MIT, die zweite halbe Stunde OHNE Deckel gegart.




Als kleinen Gimmick muss ich euch mal so zwischendurch mein neues Meersalzei ins Bild halten. Ist das nicht mal ein total tolles Produktdesign? Und auch die Ausführung in schwerem Kunststoff stimmt und macht das Ding für Haptiker wie mich begehrenswert. Ja und das Salz: Mit traditionellen, umweltschonenden Techniken "angebaut", "handgeerntet" und in verschiedenen Zusammensetzungen  z.B. mit Pfeffer, Safran oder getrockneten Feigen zu haben. Über sowas könnt ich mich ja stundenlang freuen!




Aber zurück zu dieser Pastetengeschichte.

Nachdem die Pastete frisch aus dem Ofen mindestens einen Tag lang GERUHT hat......JA!......könnt ihr am nächsten Tag DIESEN bestens dazu passenden Salat anläßlich der Erstverkostung zubereiten.







Zuerst säubert ihr eure Feigen, viertelt oder achtelt sie je nach Größe und bratet sie in ein wenig Olivenöl in eine Pfanne bei mittlerer Hitze ca. 2 Minuten an. Feigen aus der Pfanne nehmen und zur Seite stellen.

Nun das Toastbrot entrinden, in kleine Würfel schneiden und zusammen mit einer kleingehackten Knoblauchzehe und etwas abgeriebener Bio-Orangenschale in der gleichen Pfanne anrösten, bis die Brotwürfel knusprig sind. Brotwürfel abkühlen lassen.

Den Pecorino grob raspeln oder stückeln, den Ruccola verlesen. Den Ruccola dann mit Aceto balsamico und 4 Eßl Olivenöl gut durchmengen und in eine Schale oder auf Teller geben.  Den Salat mit den Feigen, Brotwürfeln und dem Pecorino garnieren. Mit Meersalz und Pfeffer bestreuen.

Zusammen gegessen mit einem Stück Pastete und etwas frischem Brot einfach unschlagbar!







Olivenholzbrett : ähnliche HIER bei Urbanara
Olivenholzschale: ähnliche HIER bei Urbanara
Cocotte: Le creuset, nehmt besser die Pastetenform  HIER von Le creuset


Einkaufsliste:
(für eine 1 Liter Pastetenform)

Pastete:

400 gr Schweinehack
400 gr Hühnerleber
30 gr weißes Brot
30 ml Milch
50 ml Portwein
20 gr Pistazien ganz
20 gr Cranberries
1 Ei
140 gr Zwiebeln
1 Knoblauchzehe
24 Scheiben Lardo di collonata ca. 180 gr
Meersalz, Pfeffer, optional Espelette
Rosmarinzweig

Ruccola-Feigen-Salat:

5 blaue Feigen
3 Scheiben Toastbrot
1 Knoblauchzehe
etwas abgeriebene Schale einer Bioorange
150 gr Ruccola
60 gr sehr grob geriebenen Pecorino
2 Eßl Aceto balsamico
Olivenöl
Meersalz
Pfeffer