Dienstag, 1. September 2015

Kommt mit nach Boston und ein kleiner Epilog über seltsame Tourguides

Heute gehts dann mal los mit 1001er Geschichte über unseren USA-Roadtrip. Den Anfang macht Boston, eine unserer ersten Stationen! Beautiful, little Boston....zumindest verglichen mit anderen amerikanischen Großstädten ist Boston fast ein Dorf mit seinen 620.000 Einwohnern, da sind ja sogar Köln und Düsseldorf größer! Wer aber dann mal inmitten der Straßenschluchten der Innenstadt gestanden hat, vergißt das schnell und glaubt sich schon fast in New York......echtes Amerikafeeling.....sowas gibts einfach in Europa nicht so häufig, noch nicht mal in unseren Großstädten. Boston hat aber auch diesen speziellen Charme, den andere amerikanische Großstädte so nicht haben. Als Hafenstadt liegt es direkt am Meer und man kann eigentlich kaum einen Schritt über die oftmals kopfsteingepflasterten Straßen tun, ohne an irgendeiner historischen Sehenswürdigkeit, einer Musikkneipe oder einer Kunstaustellung kleben zu bleiben. Boston hatte uns alle deshalb recht schnell in seinen Fängen und der große Sohn beschloß (das erste Mal von vielen weiteren Malen, die noch kommen sollten), dass er hier unbedingt zum Studieren mal hin müsse (Was er studieren möchte ist eigentlich zweitrangig....;-D, logisch!).

Boston war für uns gut zu erreichen. Es liegt etwa 70 km von Providence, was unserer Basisstation für eine Woche war, entfernt und wir brauchten ungefähr eine Stunde über den Highway dorthin. By the way.....von den Highways waren wir ja allesamt etwas enttäuscht. Nix da superbreite Straße mit unmöglich vielen Spuren. Nö. Manchmal wäre es uns fast gar nicht aufgefallen, dass wir nicht zuhause sind......so highway-/autobahntechnisch. Die Amerikaner haben nur andere Schilder und etwas weniger Leitplanken. Aber sonst.....? Ja. Ich hörte inzwischen, das soll an der Westcoast ganz anders sein.

Hier auch der klitzekleine Hinweis für alle, die in den USA Auto fahren möchten: Es ist absolut nützlich sich mal vorher mit den von Europa abweichenden Verkehrsregeln vertraut zu machen. Das fängt schon damit an, dass man erstmal damit klar kommen muss, das die für einen selbst geltende Ampel meistens auf der gegenüber liegenden Straßenkreuzung zu finden ist. Hört sich albern an, kann bei mehreren aufeinander treffenden Straßen in der Innenstadt schon mal zu größeren Fragezeichen führen. Auch rechts abbiegen ist in der Regel auch bei roter Ampel erlaubt, es sei denn an der Ampel hängt ein Schild "No turn on red". Musste erstmal wissen!  Ansonsten sind die Amerikaner die gechilltesten Autofahrer ever! Keiner drängelt, keiner hupt, keiner rast, man läßt sich lieber Zeit und den anderen vor......sehr toll. Nur in New York ist das Autofahren fast so wie in Deutschland. Da ihr das aber ja gewohnt seid, könnt ihr also auch problemlos in New York ins Auto steigen. Also nur so vom Prinzip her ;-).

Na und dann noch eine Botschaft an alle Bostonselbstfahrer. Boston besitzt gefühlte 3875 Brücken über den Charles River mit noch mehr Auf-, Ab- und Zufahrten, Roundabouts und ner echt wahnsinnigen Straßenführung (wahnsinnig zumindest für die, die von einem wahnsinnigen Navi geleitet werden, dass immer erst nach der Kreuzung sagt, dass man leider schon wieder die falsche Spur genommen hat). Ja. Das Problem ist, dass ich euch keinen Tip geben kann, wie ihr das in den Griff bekommt......Navi halt.......oder gutgelaunt und mit einem Liedchen auf den Lippen einfach 2 - 3 Stunden von Brücke A über Brücke B  unter Brücke C hindurch zu Brücke DEFGHIJK.......XYZ.....hrrröööm, ist ja fast wie ne Stadtrundfahrt. Vielleicht zwischendrin nochmal ein kleiner Tunnel für den man jedes Mal extra Tunnelgebühren zahlen muss. Jaahaaa.......ganzganz wichtig: Niemalsnie die gute Laune und die Liedchen vergessen, ja ;-D?.




Aber jetzt zur Stadt selbst. Wir als Bostonanfänger wußten ja vor lauter Tips und Erzählungen und selber angelesenem Wissen schon gar nicht mehr wo wir überhaupt anfangen sollten. Als gute Lösung erschien uns da so eine richtig tourimäßige Trolley Tour mit Bus (wie hier unten auf dem Bild) und Boot. Was den Überblick anging, war das dann auch gar nicht mal schlecht.





Der Plan war sich zuerst per Boot eine Hafenrundfahrt reinzuziehen und dann mit einem dieser bekloppten Busse, aus denen man laut die Tourguides zu noch lauterer Musik schreien hört, durch die Innenstadt kutschieren zu lassen. Es gibt wie fast in allen amerikanischen Städten zwar auch diese Ducktours, d.h. eine Tour mit einem Bus, der sowohl an Land wie auch im Wasser fahren kann (man braucht sich also quasi gar nicht mehr zu bewegen, für manch einen Ami ist das DER TRICK ;-D), die waren aber so stark ausgebucht, dass wir zwei Tage auf ein Ticket hätten warten müssen. Wer drauf scharf ist sollte sowas also vorbestellen.

Okay, also rauf aufs Boot. Sowas ist ja immer fein, man haut sich in die Polster und lauscht oder ignoriert den Ergüssen des Tourguides. Ich mag das, schon allein wegen des superschönen Blicks auf die Stadt und den Hafen. Okay, das Boot war vielleicht ein bißchen voll, aber ach Gott.....man ist ja nicht allein auf der Welt, was solls ;-D.






Während der Fahrt stellte sich heraus, dass man an einer Anlegestelle etwa auf der Hälfte der Strecke ein altes Kriegsschiff besichtigen konnte.......die Herrn der Familie fanden das supertoffte und deshalb stiegen wir dann also an besagter Haltestelle, wohlwissend, dass das nächste Schiff uns erst eine Stunde später abholen würde, aus. Ich weiß nicht, ob der liebe Herr Touguide ein ganz ein lustiger Spaßvogel war oder einfach nur sein Schiff etwas entleeren wollte, jedenfalls schloss das Kriegsschiff seine Türen just in dem Moment, als unser Hafenrundfahrtsboot ablegte. Yeah....ich hoffe dich trifft der Blitz, Herr Tourguide! Und für euch hier an dieser Stelle die supergeniale Insiderinfo: Das Ding schließt um FÜNF! 5! F.Ü.N.F!

Aber......die Aussicht auf 1 Stunde Wartezeit in einem Hafen macht erfinderisch und so kam der mittlere Ü auf die Bombenidee, einen der Tourbusse, die auch ihre Runde durch den Hafen drehten, abzufangen und damit dann einfach weiterzufahren. Ja Chaka.....und das hat dann auch gepasst. Wobei psst.......es ist völlig Wurscht, welchen Bus der 472849 Busunternehmen ihr euch greift. Fragt eh keiner nach dem Ticket. Und so merkten wir auch erst nach drei Häuserblöcken, dass wir im falschen Bus saßen. Hahaha.....ist glaube ich jetzt ziemlich deutsch, dieses Sitzeichimrichtigenbusfeeling ;-D!




Sich durch Bosten im Bus schuckeln zu lassen war dann auch wirklich ziemlich schön. Boston ist wie gesagt eine echt tolle Stadt mit viel Flair. Ja.

Ja wenn da nicht der Tourguide im Bus gewesen wäre, was wiederum wahrscheinlich die gerechte Strafe dafür war, dass wir uns einfach in einen xbeliebigen Bus gesetzt hatten. Ich beschreibs mal vorsichtig: Obwohl wir die sich aneinanderreihenden dauerzotigen Superwitze des über sich selbst am lautesten gackernden Tourguides geradezu meisterlich autistisch ignorieren konnten, hatte die gesammelte Familie schon nach 5-12 Häuserblocks ein hörsturzverdächtiges Dauerklingeln und -klirren im Ohr. Vielleicht war auch der Läutstärkeregler der Bustechnik einfach im Eimer. Bleibt ungeklärt. Herr Ü behauptet übrigens bis heute steif und fest, dass er auch kurz vor der Querschnittslähmung war, da der gute Mann (also der Tourguide) mit seinem holzbestuhlten Bus jedes Schlagloch mitnahm, dass die Piste bot. Wir stiegen also irgendwo mitten in der Innenstadt aus.





Na und? Ohne diesen bescheuerten Tourguide hätten wir nie dieses entzückende Eichhörnchen (wobei ich in Amerika gelernt habe, dass hier Eichhörnchen nicht SÜSS UND FLAUSCHIG sondern FIES, BÖSE und RATTENARTIG sind) im Boston Common einem öffentlichen Park, in dem außerdem auch gerade noch ein Livekonzert von Wasweißichnichtwem stattfand (Scheißegal wer....Stimmung war geil ;-D), getroffen. Will sagen, alles ist für was gut!





Und so beschlossen wir dann irgendwann Boston auf gut Glück zu erkunden. Ich sags ehrlich.....für den Freedom-Trail waren wirs zu spät.....der ist ja über 4 km lang und bei Nacht......hm! Wir sind dann lieber erstmal ein kleines Hümmerchen essen gegangen in weltbester Hummerbude des Dorfes (we heard so). Da lass ich mich ja grds. nicht schlagen.





Am nächsten Tag besuchten wir dann zuerst das Geburtshaus von JFK. Dazu aber in einem gesonderten Post. Danach wollte der große Sohn unbedingt noch mal mitten nach Boston rein, weils ihm da am Vortag so gut gefallen hatte. War ganz klar, dass wir diesmal Tourguides mieden wie die....ja....und einfach wild durch die Gegend liefen und und schauten, was uns so wild über den Weg läuft. Alles wild, no Ziel ;-D.

Ist ja schön, wenn man sich einfach mal so treiben lässt. So saßen wir bestimmt eine Stunde an einer Straßenecken und schauten einer Streetperformance des New Yorker Breeze Teams zu und fandens saucool.




Danach wanderten wir durch den Quincy Markt, eine Markthalle nordöstlich der Kreuzung Congress St/State St und futterten uns durch die Stände. Hier gibt es alle möglichen Richtungen Food an etwa 40 Ständen und 20 Restaurants, die einfach alle glücklich machen: Indisch, griechisch, Bagles, Eis, Pizza, die traditionelle Fischsuppe der Gegend hier (clam chouder) und noch viel mehr. Ist auch nur zum schauen total schön.





Na und wenn dann die Nacht über die Stadt hineinfällt, geht man einfach immer der Musik nach.....eigentlich ist hier ständig überall was zu hören......ach und schicke Trucks kann man so nebenbei auch noch abknipsen.





So und nächstes Mal machen wir also einen Ausflug ins Geburtshaus von JFK in Boston! Stay tuned!

Winkewinke an euch alle und besondere Grüße an meine zwei Freunde, die Tourguides in Boston (HARHARHAReurewitzewarenderhammerBlitz Donner Krach WUMM!),













Dienstag, 25. August 2015

Mein USA-Mitbringsel........echt fransööösische Canele`s!

Eines schönen Nachmittags......Familie Ü weilte nach gefühlten 38475 Wochen ja schon unendlich lange in den USA, genauer gesagt in New York und noch genauer gesagt verloren in irgendeiner der Millitrilliionen durchnummerierten Seitenstraßen und war schon nahrungstechnisch beinhart durchamerikanisiert......ja da sagte my lovely Mister Ü urplötzlich, er würde einen anständigen Kaffee oder noch besser Espresso doch schon schwerstens vermissen. Wie das halt in Amerika so ist. Na und wie es der intergalaktisch unwahrscheinlichste Zufall aller Zufälle wollte, standen wir just in diesem Moment GENAU vor einer minikleinen völlig unamerikanischen Kaffebar irgendwo in Manhatten. Fragt jetzt nicht wo! Ich weiß, ich hätte als anständiger Blogger alles fotografieren und versehen mit einem Googlemapslink  und der Barkarte hier online stellen sollen......tjajaja.....ihr seht, ich bin im Grunde meines Herzens ein Echtzeitleben -1.0-Mensch geblieben und hab das mit dem Bloggen wohl immer noch nicht 2000%ig verinnerlicht.....ich habs mir einfach nicht gemerkt und fotografisch, berichterstattungsmäßig wie ortungstechnisch völlig versaut ;-)! Hachja. Ich Bloggerbaby ich.

Aber zurück zur Kaffeebar. Wir entschlossen uns also zu einem kleinen Urlaub vom amerikanischen way of life, fielen in die Bude ein und nahmen ganz und gar unamerikanische Dinge zu uns: Einen anständigen Kaffee, eine Orangina, einen nicht vor Zucker stehenden Kakao.......all sowas und waren glücklich. Mister Ü war sogar so glücklich, dass er sich noch nen Espresso obendrauf gönnte und glücklich lächelnd mit dem Tässchen und einem kleinen Minitellerchen von der Bar an den Tisch zurück kam. JA und auf dem Teller war noch etwas völlig unamerikanisches.....es war ein Canele`! Hättet ihr mich vorher gefragt, für wie wahrscheinlich ich es halte, in den USA allgemein (gen null tendierend) oder in New York (naja, immer noch unwahrscheinlich) einen anständigen Canele`zu bekommen, ich hätte wahrscheinlich laut gelacht. Dafür fährt man ja auch nicht in die USA sondern nach Paris! Das ist fronßösische Lebenskultur. Himmel! Und sowas nu mitzen drinne im guten alten New York!

Soll ich euch was sagen? Hääärlisch war der Canele! Ich hätte sofort die ganze Theke ausrauben können. Irgendwie war der Biss in den Canele, den Mister Ü brüderlich mit mir teilte wie ein klitzekleines Bisschen Heimat in der Ferne. Und ich bin ein sowas von unfranzösischer Mensch an sich! Aber bevor es hier jetzt dann doch irgendwie zu emotional wird ;-D.....zack.....hier meine Canele`s, die ich zuhause subito und sofort backen musste und mich schon ein wenig schämte, dass ich ehrlich und allen ernstes schon wieder eine Spezialform gekauft habe, die unsere Schränke nun endgültig zum Platzen bringen wird (ihr wisst....dieser eine einzige Tropfen, der .......ja).




Zubereitung:

1. Zuerst gebt ihr die Milch, etwas gemahlene Vanille (Msp), den Zucker und die Butter in einen Topf und erhitzt das Gemisch solange, bis sich alle Zutaten miteinander verbunden bzw. aufgelöst haben. Milchgemisch abkühlen lassen.

2. In eine Schüssel die Eier, das Eigelb und das Mehl geben und gleichmäßig aufschlagen.





3. Nun nach und nach die abgekühlte Milchmischung dazu geben und alles gut miteinander verquirlen. Die Mischung nun in die Canele´form geben. Ich habe dafür einen Bratensaftinfusor genommen.....tsss....hab das Ding noch nie benutzt, endlich was es mal für was gut! Es sollte aber auch ganz einfach mit einer kleinen Schöpfkelle gehen.





4. Den Backofen auf 180 Grad vorheizen und die Canele´s etwa 50 Minuten backen. Nicht verwirren lassen, sie werden an der Unter- und Außenseite recht dunkel, das ist der karamellisierende Zucker.....das gehört so!







Es ist nicht zu fassen......da brauche ich wirklich eine USA-Reise und mindestens 4-5 Jahre in Echtzeit um endlich zuhause mal die Kurve zu kriegen und Canele´s zu machen, die ich in Paris doch so sehr lieben gelernt habe. Unfassbar. Dabei ist es doch so schrecklich einfach!

Also hoch die Tassen, Canele´s für alle, und für euch noch nen Kaffee, für mich nen Tee ;-)...ihr wisst ja!












Einkaufsliste:

500 ml Milch
gemahlene Vanille
50 gr Butter
250 gr Zucker
2 Eier
2 Eigelb
100 gr Mehl

Dienstag, 18. August 2015

Fly with Condor, warum die Jungs zum ersten Mal in ihrem Leben Flugzeugessen aßen und homemade Rinderfiletstreifen in Paprika-Chilisauce

Herjeeeee.......ich schleuder immer noch ein wenig im Alltag herum. Deutschland hat mich zwar wieder, aber der Kopf ist noch ein Stück weit in Amerika, wir haben einfach zuviel erlebt. Eigentlich fehlen mir sogar immer ein wenig die Worte, wenn ich gefragt werde, obs denn "schön" war, denn es war viel mehr als so ein schwaches, schlappes "schön". Es war aufregend, wild, beeindruckend, unerwartet heiß, so oft zum Weinen traumhaft und ein einziges Mal auch zum Weinen fies, laut, leise, bunt, blinkend, fettig, fleischig und süß, wenig gemüsig ;-DDD ......... ach soviel einfach. Ich bin gespannt, wie ich das alles jemals in Worte gefaßt bekomme und Christina......klar kommt da noch mehr! Dank meiner erstmal schon geglückten Sortierung unserer Trillirillimillionen Fotos habe ich zumindest schon insoweit einen Überblick, als dass ich sagen kann, dass mindestens noch 6 Post über die USA in näherer und weiterer Zukunft folgen werden. Aber ein wenig Abwechslung tut ja gut, deshalb werde ich sie nicht alle nacheinander hier auf dem Blog raushauen, sondern zwischendrin auch mal ein wenig Abwechlung bieten. Also nur so falls jemand so gar kein Amerikafan ist, braucht der sich jetzt keine Sorgen zu machen ;-).

Heute geht´s dann direkt schon mal nur sehr indirekt um Amerika.....ach eigentlich gar nicht, denn es gab auf dem Hinflug mit Condor* nach Providence eine echte Sensation zu vermelden, um die sich heute alles dreht: Zumindest zwei meiner Kinder aßen zum ersten Mal in Ihrem Leben überhaupt IRGENDWAS während des Fluges (den Dritten wollen wir jetzt mal außer Acht........äh.....ja......sein bester Freund war die Tüte. Schlimm ;-O....der Arme!!). Wooohooooo!

Nicht dass man jetzt unbedingt im Flugzeug wie verrückt essen müsste. Ich finde ja Flugzeugfliegen auch sowieso eher wie Bus fahren.......es soll mich von A nach B bringen und zwar schnell! Aber auf langen Flugstrecken macht sich der Magen dann eben doch irgendwann bemerkbar. Auf unseren Asienflügen hatte ich das in den letzten Jahren immer so geregelt, dass ich den Jungs schon vorab reine Obstplatten bestellt hatte. Nütze dort aber leider auch nix und die Jungs kamen immer halb bewußtlos vor Hunger am Ziel an.




Die Taktik musste folglich geändert werden. Wobei "geändert" eigentlich ein Witz ist, denn die Taktik war, keine Tatktik zu haben. Nützt ja eh nix.

Nun ist es so, dass Condor seit neuestem sogenannte Premium-Menüs* anbietet, die für jeden Gast in jeder Klasse zu unterschiedlichen Tarifen je nach Strecke zubuchbar sind. Die Menüs unterscheiden sich deutlich in der Qualität von den Basismenüs. Na und da wir mit freundlicher Unterstützung von Condor nach Amerika flogen, wurden uns diese Menüs direkt dazu gebucht. Mein erster Gedanke zuhause war eigentlich sofort...."Tut mir echt leid, aber die Kinder werden das nicht anrühren.".......und in Amerika wieder nur komatös aus dem Flugzeug fallen. So isses halt. 

Nu denn. Wir saßen während des Fluges getrennt....bis auf mich und die arme, mittlere Wurst, dem ich regelmäßig sein Tütchen aufhielt (ich glaube ehrlich er hatte Magen-Darm oder sowas......so schlimm war das noch NIE!!). Gelegentlich blickte ich mich zwar mal um zur Restfamilie, aber gerade als das Essen serviert wurde, verspürte ich so gar keinen Drang mir informativ einen Gesichtsausdruck der Söhne abzuholen. Bis mir plötzlich ein völlig gut gelaunter großer Sohn auf die Schultern tippte: "Mama, das war ja total lecker, das will ich zuhause auch nochmal essen!"

HÄ???

WIE BITTE???

Ich hab in der Tiefe meines Herzens sofort an einen total irre lustigen Witz gedacht, den der Sohn da mit mir macht.......höhöhöhö.......könnte von mir sein und ich hätte fast gefragt, wie ihm denn die dreistöckige Sahnetorte geschmeckt hat, die es als Nachtisch gab. Aber als sich der Kleine dann auch rumdrehte und meinte: "Voll lecka, Mama!", ja.......also.........WASNDAS? EIN WUNDER!? Der Kleine aß dann noch direkt die Nudeln aus der Economy hinterher. Hm. Ich überlegte kurz, wie wir jetzt im Flugzeug wahrgenommen werden, also die Familie, die zwar die Kröten in Amerika auf den Kopf haut, den Kindern aber nix zu essen gibt.  Tja. Ich werde es nie erfahren.






Hier mal ein kleiner Blick auf ein Premium Menü. Alles gute solide, schmackhafte Kost, nicht herausragend aber eindeutig spannender als das was "normal" serviert wurde (hier unten). Am wenigstens hat mir der Nachtisch gefallen und geschmeckt, die Optik fand ich schon doof. Auch hier fand ich alles wie immer zu schwach gewürzt, was daran liegen soll, dass man in der Höhe ein schwächeres Geschmacksempfinden hat. Aha. Für  Nachwürzer wie mich, gab es dann aber einen wirklich niedlichen Salz- und Pfefferstreuer in Form eines Flugzeugs, na wenn das mal nicht eine super Idee ist!




Aber nun zum nachgekochten Hauptgang des Premium Menüs. Ich habs natürlich etwas abgerundet und leicht verändert, es kommt dem aber sehr nahe und die Jungs waren happy. Seht her, so gehts.....auch für Nichtflieger geeignet ;-)!




Zubereitung:

1. Zuerst den Reis aufsetzten. Am Einfachsten geht das nach folgender Methode: Die passende Menge Reis (hier für 4 Personen = 1 großes, hohes Glas) mit Wasser ( auf 1 Glas Reis kommen 1 1/2 Gläser Wasser) kurz zum Aufkochen bringen, die Herdplatte ausstellen und den Topf halb bis 2/3tel von der Flamme ziehen und nachquellen lassen. Alles bei konstant geschlossenem Deckel! Nach 10-15 Minuten ist der Reis fertig und sofort essbereit! Abgießen entfällt!

2. Nun die schwarzen Sesamkörner in einer Pfanne kurz anrösten.

3. Rindfleisch und Paprika in dünne Streifen schneiden, die Frühlingszwiebeln in dünne Ringe, die Knoblauchzehen schälen aber ganz lassen. Nun zuerst das Rindfleisch in einer Pfanne mit ein wenig Öl schnell und heiß anbraten (3-4 Minuten), wieder aus der Pfanne nehmen und kurz zur Seite stellen.

4. In die gleiche Pfanne nun die Paprika und den Knoblauch geben und ebenfalls kurz anbraten, sodass die Paprika noch bissfest ist. Dann Wok- und Chilisauce und die Rinderbrühe dazu geben. Alles einmal aufkochen lassen und abschmecken. Dann erst die Frühlingszwiebeln und das Rindfleisch dazu geben und maximal noch 1-2 Minuten weiter köcheln lassen. Weg mag fischt die Knoblauchzehen wieder heraus. Sofort mit dem Reis servieren und Sesam darüber streuen nicht vergessen ;-)!






Auf dem Rückflug hats uns dann gut erwischt. Wir durften alle einmal Business fliegen, was für zumindest 2 unserer Söhne ein duftes Erlebnis war.......der Mittlere.....hach.......zum Glück hat er nur geschlafen. Augen zu und durch. Aber hey! War schon mal besser als der Hinflug!

Na und was das Essen betraf war ich echt platt. Ich hatte u.a. ein Rindersteak, dessen perfekter Garpunkt nicht mehr zu toppen war. Ich war regelrecht verwirrt, wie sie das wohl hinbekommen haben, erhielt von der Stewardess aber die Info, dass sie hier an Bord GAR NICHTS außer Servieren machen würden. ECHT???? Wie geht das denn??? Niedriggarmethode im Transportkontainer???? Na wie auch immer, für Flugzeugessen war das schon verdammt gut. Macht euch selbst ein Bild!





Und noch ein Wort zu diesem grandiosen Condorehrungskuchen. Es gab vereinzelt Mitmenschen, die mir und meinem gelebten Wahnsinn auf Instagram und Facebook zutrauten, diesen Kuchen mal eben so zwischen Tür und Angel vor unserem Rückflug aus USA nach Hause irgendwo in geheimer Mission im Hotelzimmer gebacken zu haben. Neinnein Frau Hibbel ;-D.......diesmal nicht, der Kuchen ist der Cake of the Week von Green Airport und wurde in Providence am Flughafen in einer Vitrine ausgestellt. Aber ich fühle mich sehr geehrt. Du hast mich grundsätzlich charakterlich absolut durchschaut ;-D. 


Habt nen tollen Tag!












*Sponsored by Condor

Einkaufsliste:
(für 4 Personen)

400 gr Rinderfilet 
300 gr spitze Paprika
2 Frühlingszwiebeln
2 Knoblauchzehen
250 ml Rinderbrühe
4-6 Eßl süße Chilisauce für Huhn (Asialaden)
2-3 El Woksauce
schwarze Sesamkörner
Basmati- oder Jasminreis

Freitag, 14. August 2015

Back to Germany, der Gewinner der Malewitsch Verlosung und ein erster Einblick in den Start unseres Roadtrips in Providence!

Also ich wär dann wieder da......physisch zumindest. So ein Jetlag ist ja schon was Seltsames ;-S......tagelang fühlste dich wie ein Lappen in der Kurve, zumindest morgens.....ist gefühlt ja wie nachts. Und Abends wenn alle gemütlich schläfrig werden fährt man zu voller Form auf und schreit lustig "Juchhe, jetzt kanns losgehen!". Ein für mich völlig untypisches Verhalten, denn ich bin ja die Mutter aller Frühaufsteher und kein bißchen Nachteule. Naja...immerhin ist ja schon mal Tag drei und ich darf mich da jetzt überhaupt nicht beschweren....die Jungs müssen immerhin in die Schule und haben zum Teil einen sensationellen Kaltstart mit 10 Stunden direkt am ersten Schultag und noch nicht mal 24 Stunden nach unserer Ankunft hingelegt. Von Herrn Ü ganz zu schweigen, der schon wieder Vollzeit im fernen Büro weilt. Wer hat diese Reise eigentlich so traumhaft geplant??? Äh, ja ;-S.

Ich schonungsbedürftiges, zartes Wesen darf mich dagegen leichten, lustigen Tätigkeiten hingeben, wie z.B. Wäsche waschen bis die Maschine explodiert, den gähnend leeren Kühlschrank wieder mit allem was nicht nach Burger aussieht für die gefräßige Bande befüllen, den inzwischen zum Dschungel gewordenen Garten mit der Machete durchkämmen, Neugymnasiasten zur Einschulung begleiten, die Kommunikation des neuen holländischen Hockeytrainers rein schriflich erstmal zu verstehen und die neuen Hockeyzeiten klar zu bekommen, also ganz generell formuliert, den Laden hier einfach wieder zum Laufen zu bringen. So ganz nebenbei hab ich dann schon mal mit dem Sortieren und Bearbeiten unserer trillirillimilionen2374852 Ferienfotos begonnen und ihr könnt heute schon mal über den Beginn unserer Reise in Providence lesen.

Vorher aber noch ......ganzganz wichtig!.....und ich find mich grad ganz supertrupertofte, dass ich das nicht vergessen habe über die 4 Wochen (Yeah ;-D!)..........die Bekanntgabe des Gewinners der Malewitschbilder-Verlosung. HA! Also dann mach ich mal die Glücksfee und tadadadadaaaaa.......Gewinner der Aludibondbilder ist.........taaaddaaaaa........

Eine schöne Wohnung habt ihr da! Ich liebe Wohnungsbilder, vor allem wenn es viele schöne Sachen zu entdecken gibt :)
Die 3 Bilder sind ja mal cool. Haben will ;)
Ich hab das Bild in meiner Sidebar verlinkt.
Lieben Gruß,
Jenny :)
Liebe Jenny, melde dich doch bitte bei mir, dann sind die Bilder ganz schnell bei dir!




So. Nun aber schon zum ersten Reisereport!

Wie ihr ja schon HIER lesen konntet, war der Start- und Endpunkt unseres Roadtrips Providence, Hauptstadt des kleinsten Bundesstaates der USA, Rhode Island und etwa 250 km oberhalb von New York und 70 km südwestlich von Boston gelegen. Providence ist ein hübsches, kleines, unaufgeregtes Städtchen mit sehr vielen schönen und amerikatypischen Holzhäusern aus dem vorigen Jahrhundert, die man insbesondere auf dem sogenannten College Hill findet und auf der "Mile of History" an der Benefit Street gut anschauen kann.

Wir wohnten in Federal Hill nur ein paar Meter vom Dexter Field, einem kleinem Park entfernt, was nicht ganz so aufgeräumt, aber mindestens genauso cool war.









Wir hatten dort eine zweigeschossige Wohnung in diesem alten, blauen Holzhaus von 1869 über airbnb gebucht und die Wohnung war wirklich sehr cool. Die alte Wohnungstruktur war komplett mit allen Winkeln und Ecken erhalten, bot genug Platz für ausufernde Fantasiegebilde ("Mama....ein Geheimgaaaang!!!") und war gemixt mit modernem Mobiliar. Alles war exakt wie beschrieben, Desi unsere Gastgeberin superfreundlich und die Nachbarschaft absolut solide (was auch in Amerika immer einen Gedanken wert ist).

Aber warum eigentlich Providence und nicht direkt New York? Ganz einfach. Providence ermöglicht einen sanften Einstieg für USAneulinge wie uns und bewahrt einen vor dem zwangsläufig eintretenden Herzinfarkt auf den New Yorker Flughäfen. Mit der Meinung stehe ich wohl nicht alleine da, denn meine Sitznachbarin auf dem Flug nach Providence, eine New Yorkerin, erzählte mir den ganzen Flug von den Vorzügen einer Landung in Rhode Island "far away from all this New York utter madness".  Zudem flogen wir mit Condor*, die dies als neues Ziel seit dem letzten Jahr ansteuern. Im Nachhinein erfuhren wir außerdem auch noch, dass man in New York bei den Autovermietungen auch keine Full Size SUVs mieten kann, dessen Anmietung sich für unsere große Familie in Kombination mit der langen, geplanten Fahrstrecke als Metall gewordener Segen erwies (auch wenn Herr Ü und ich erstmal fast einen Herzinfarkt bekamen, als wir die von Deutschland ohne Kenntnis der wahren Ausmaße gebuchten Karre in Natura sahen......zum Glück hat Herr Ü einen LKWFührerschein und die entsprechenden Nerven in niedrigen, engen Parkhäusern, ich brauchte eine Woche um mich ans Steuer zu trauen.......aber dann......woooohooooo ;-DDDDD! SOOOO Coooool!).

Providence war für uns die Basisstation für unsere Ausflüge in die Umgebung. Boston ist 70 km entfernt Plymouth 60 km,  Newport in etwa auch, Cape Cod für Walewatching ist auch um die Ecke, , perfekt.






In Providence entdeckten wir auch erstmalig Johnny. Johnny Rockets.

Also nicht, dass die Entdeckung von Burgerbratern in den USA jetzt etwas Sensationelles wäre, diese Burger schmeckten uns oder besser den gesammelten Herrn im Hause aber besonders gut. Erwähnte ich schon, dass in den 4 Wochen Amerika ein Burgerkontest unter den Herrn entstand? Finales  Ergebnis hier back in good old Gemany mit 2 Gewinnern: Mister Ü mit 10, Ü1.0 mit 10, Ü2.0 mit 6, Ü3.0 mit 6, weit abgeschlagen Frollein Ü mit 2 (einer mit Hummer, der fiel aus der Wertung). Der Burgerkonsum hielt sich also für amerikanische Verhältnisse noch absolut im Rahmen. Und nur so als ernüchternde Randbemerkung meinerseits: Trotz aller völlig lieb gemeinten Kommentare hier auf dem Blog zu meiner aufkommenenden Sorge, dass es in Amerika nur Burger und Pommes gibt...... Nö.....ist nicht so. Es gibt auch Japaner, Mexikaner....sogar Salat! Aber die meisten Läden sind einfach Burgerläden und die Amis stehen auch drauf. So isses. Aber ich reg mich ja auch nicht in Thailand über Reis von morgens bis abends auf. Und hey........die zwei Burger waren lecker ;-D!




Ja und was macht man Abends in Providence? Na da geht man in den Sommermonaten von Mai bis September zur Kunstinstallation Waterfire! Auf dem kleinen Fluss, der sich durchs Stadtzentrum schlängelt sind etwa 100 Feuerschalen aufgebaut, die bei Dunkelheit von schwarz gekleideten Gondolieri angezündet und immer wieder neu beladen werden. Dazu wird die komplette Umgebung mit sphärischer Musik beschallt, während am Ufer ist die Hölle los ist.  Ich fand es ein wenig kitschig, musikalisch nicht so Hammer gelungen und nicht so beeindruckend wie die Waterfountain in Dubai.......aber okay.....schlechter Vergleich vielleicht ;-D. Es war aber irgendwie trotzdem schön, Feuer und Dunkel ist immer toll, deshalb würde ich es immer empfehlen. Macht euch einfach selbst ein Bild. Und schaut das Video dazu am Schluss des Posts, es vermittelt einen guten Eindruck vom Event!











So long, stay tuned for more ;-)!











* Sponsored by Condor