Heute machen wir einen kleinen Ausflug in die Zeit VOR der Farbfotografie. Zumindest mal kurz. Heute erfahren wir auch, warum Foodbloggerei eine Erfindung der Neuzeit ist und zu Zeiten von Charly C geradezu undenkbar gewesen wäre. Wieso? Lest:
Ich habe letztens gedacht, dass ich eine ganz schrecklich fortschrittliche und coole Mutter bin, die ihre Kinder begeistert fördert, um ihnen auch das letzte Fünkchen Talent der hintersten Gehirnwindung zugänglich zu machen als ich Kleini das Fotografieren mit meiner Kamera zeigte. HA! Könnt ja sein, dass in ihm ein kleiner NewtonTestinoLeibovitz schlummert....?......na könnt ja sein!? Jedenfalls war ich so locker, dass ich ihn ein wenig mit dem Ding rumspielen ließ.....knips hier, knips da... ach guck mal Mama, da an dem Knopf passiert ja das....ach hihi guck mal hier.....ihr wisst schon. Wir erhielten äußerst kreative Detailansichten und wirklich extrem künstlerische Portraits von unserer Meersau und von
Günther. ;-D
Bei meinem nächstem Einsatz im Dienste der virtuellen Foodiwelt kam es dann zu einem kleinen Zwischenfall. Ich knipste beim Kochen wie immer so lustig vor mich hin als Kleini dazu kam und auch mal ein paar Fotos schießen wollte, was ich ihm.....wir erinnern uns: NewtonTestinoLeibovitz!.....auch erlaubte. Das Kreischen meinerseits war bei der Bearbeitung der Fotos dann allerdings groß, als ich feststellen musste, dass Kleini ........hoch künstlerisch!.....den schwarz-weiß Modus immer wieder zwischen durch EIN und nicht wieder AUS geschaltet hatte. Einmal mehr wurde mir dann bei den Aufnahmen klar, wie wichtig doch Farbe ist! Zumindest bei Foodfotos.
NA? Appetit auf sowas? Rein ausstrahlungsmäßig hat mein heiß geliebter Nudelauflauf so den Charme eines alten Spüllappens.
Aber uff! Zum Glück waren dann doch noch zwei, drei Fotos farbig.......sieht ja direkt besser aus hier, was? So bleibt euch dieser köstliche, schlichte Nudelauflauf nicht vorenthalten!

Im Rahmen der PAMK-Aktion "Kindheitserinnerungen" hatte ich nämlich mit meiner Mutter in den Untiefen meiner kindlichen kulinarischen Erlebnisse gekramt und neben Hasenrücken, Hühnchen mit Chips, Hühnerfrikassee, überbackenen Bohnen und Blumenkohl mit Bröseln diesen Nudelauflauf aus meinen Erinnerungen hervorgewühlt. Ein Nudelauflauf, so wie ihn wahrscheinlich viele von euch kennen werden, einfach klassisch gut.
Na und da ich ja ein experimentierfreudiger Mensch bin, habe ich nicht einfach das Rezept meiner Mutter genommen, sondern einfach mal im Netz gegoogelt, was man denn da noch dran verändern kann, ohne direkt ein ganz anderes Gericht zu erhalten. Herausgekommen ist dann der nachfolgende Auflauf, der auch wirklich noch einen Ticken spannender als die Ursprungsversion meiner Kindheit ist.

Zuerst ein paar Maccaroni kochen......bitte ziemlich al dente! Sonst werden sie nachher matschig! Die Nudeln dann in eine Auflaufform geben und den Ofen schon mal auf 200 Grad vorheizen.
Nun 3 Eßl Butter in einem Topf zerlassen, 3 Eßl Mehl dazu geben und alles gut miteinander vermengen. 1 Eßl Dijonsenf einrühren und nach und nach 750 ml Vollmilch portionsweise angießen und immer gut mit einem Schneebesen einrühren bis eine gleichmäßige, cremige Soße entstanden ist. Aufpassen mit der Hitze, immer wieder den Topf vom Herd nehmen, die Soße brennt schnell an! Dann eine ganz klein geschnittene kleine Zwiebel und ein Lorbeerblatt in die Soße geben und 15 Minuten leicht einköcheln lassen. Das Lorbeerblatt wieder herausfischen, 100 gr Parmesan und 60 gr Emmentaler in die Soße geben, mit Salz, Pfeffer und Muskatnuss abschmecken und solange rühren, bis der Käse sich ausgelöst hat.
Die Soße dann über die Maccaroni geben ( wer möchte kann auch noch klein geschnittenen Schinken unter die Nudeln mengen) und mit weiteren 60 gr Emmentaler bestreuen.

Den Nudelauflauf dann 30 Minuten bei 200 Grad im Ofen backen bis der Käse goldbraun ist. Sofort heiß servieren!